20.000 Chefermittler: Erstes "Tatort"-Online-Spiel zu Ende

Tatort groß; Quelle: ARD
22. Mai 2012

Gemeinsam in Bars oder im Wohnzimmer am Sonntagabend Tatort zu gucken, liegt im Trend! Um die Generation Internet nun auch am heimischen Rechner einzufangen, gab es mit „Tatort+“ erstmals ein Online-Spiel zum Fernsehkrimi. Die Macher haben vergangene Woche online ermitteln lassen: Rund 20.000 Hobby-Kommissare haben den Krimi gelöst, teilte die ARD mit.

Die Online-Ermittlung fand aufbauend auf den SWR-Tatort „Der Wald steht schwarz und schweiget“ statt. Der Krimi bot einen guten Ausgangpsunkt für eine neue, in sich geschlossene Ermittlung im Browsergame. Hier konnten sich Privatschnüffler eine Woche auf die Suche nach dem Täter machen.

Tatort groß; Quelle: ARD

Als „Experiment“ bezeichnet die ARD die Online-Ermittlung. Das würde nun ausgewertet werden, die gewonnenen Erkenntnisse könnten dann zu neuen Formen von cross-medialen Projekte führen. Dass die Macher mit den Besucherzahlen wohl nicht gerechnet haben, zeigten die technischen Schwierigkeiten zum Spielstart: Zeitweise fiel der Server aus, was laut ARD durch die große Zahl der Zugriffe bedingt war. Bei Hard- und Software wurde inzwischen nachgebessert.

Wer den Täter nicht gefunden hat, kann sich die Auflösung mittlerweile per Video ansehen. Angemeldet hatten sich insgesamt 109.826 Spieler. Diejenigen, die den Fall schließlich lösten, stiegen am Ende zu Chefermittlern auf. Um diese profilierten Kommissare nicht gleich wieder zu verlieren, wäre es ja nur sinnvoll, ein weiteres Tatort-Spiel zu machen.