CastleVille Produzent Zynga stürzt beim Börsengang ab

Castleville
20. Dezember 2011

Zynga ist der Produzent vieler Browserspiele wie CityVille und FarmVille, die eine große Fangemeinde haben. Erst vor wenigen Wochen ging das neueste Spiel CastleVille online und gewann sofort zahlreiche Fans und eine treue Spielergemeinde. Monatlich spielen 223 Millionen Anwender die Facebook-Spiele des Spielegiganten. Angespornt von den großen Erfolgen der Vergangenheit ging Zynga-Gründer Mark Pincus mit seinem Unternehmen am 16. Dezember an die Börse. Zehn Millionen Aktien zu je zehn Dollar wurden ausgegeben, das entspricht fast 15 Prozent des Unternehmens. Die Aktien fielen bereits am ersten Handelstag um fünf Prozent. Der Abwärtstrend hielt sich auch nach Börsenschluss und konnte sich bisher nicht erholen.

Quelle: facebook

Der Börsengang des Spieleproduzenten Zynga wurde häufig als Testlauf für ein anderes großes Internet-Unternehmen gesehen: Der Börsengang von Facebook ist für das kommende Jahr geplant. Die beiden Unternehmen sind sehr eng miteinander verknüpft, da die meisten Spiele wie CastleVille innerhalb des sozialen Netzwerks gespielt werden. Deshalb sehen viele Börsenexperten im schlechten Start der Zynga-Aktien ein Anzeichen dafür, dass es kein guter Zeitpunkt ist für den Börsengang von Internet-Firmen und befürchten eine ähnliche Entwicklung für das soziale Netzwerk Facebook, das mit der einem um den Faktor zehn höheren Erlös als Zynga rechnete.

Firmengründer Mark Pincert selbst sieht die Entwicklung jedoch gelassen: "Diese Geschichte wird sich in den nächsten paar Jahren entfalten, nicht in den nächsten Handelstagen", erklärt er gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg.