Rail Nation: Interview mit Mastermind Gerald Köhler - Teil 1

Rail Nation Interview 1 groß. Quelle-Travian Games
19. September 2013

Die Eisenbahn kommt gut an! Nach dem beachtlichen Erfolg von Rail Nation stand Gerald Köhler, Geschäftsführer des Entwicklerstudios Bright Future und Erfinder dieses Browsergames, der BILDspielt-Redaktion Rede und Antwort. Im Interview erläutert der Macher, wie das Spiel entstanden ist und weshalb es genau die Form angenommen hat, in der sich Rail Nation jetzt präsentiert.

BILDspielt (BS): Hallo und danke, dass Sie sich Zeit für ein paar Fragen zu Rail Nation nehmen. Woher kam die Idee, ein Eisenbahn-Browsergame zu entwickeln?
Gerald Köhler (GK): Nach Miramagia haben wir uns überlegt, welches Spiel wir als nächstes machen wollen. Dann wurden ganz intensiv Ideen gesucht und jeder aus der Firma konnte etwas beisteuern. Insgesamt hatten wir dann fast 40 Vorschläge, die nach und nach aussortiert wurden, bis das Thema Eisenbahn am Ende übrig blieb. Man muss aber sagen, dass es relativ früh im Prozess bereits der Favorit war. Eisenbahn ist eine Passion, für die sich viele Menschen sehr begeistern können. Auch über den erklärten Eisenbahn-Fan hinaus verbinden unglaublich viele Menschen mit dem Thema gute Erinnerungen - z.B. an die Modelleisenbahn aus ihrer Kindheit.

Rail Nation Interview 1 groß. Quelle-Travian Games

BS: Abgesehen von der Railroad Tycoon-Reihe gibt es kaum populäre Eisenbahn-Simulationen. War es die Absicht, eine Lücke zu schließen?
GK: Ja, wir haben damals auch z.B. über Spiele mit Piraten und Rittern nachgedacht, aber da gab es einfach schon eine große Auswahl. Es war daher sicher ein großer Pluspunkt für die Entwicklung von Rail Nation, dass dieses Thema in Browserspielen bislang extrem wenig Verwendung gefunden hat. Dabei gibt es unglaublich viele Fans mit extremem Detailwissen, was man in den Diskussionen über die Loks in unserem Forum sehr schön sehen kann.

BS: Sie haben sich für ein Spielfeld mit Waben-Struktur entschieden. Was gab dafür den Ausschlag?
GK: Wir wollten vor allem eine große Karte mit viel Abwechslung, damit man die Züge auch schön fahren (und dampfen) sehen kann. Dabei braucht man in einem Spiel wie Rail Nation vor allem Übersicht und will möglichst viele der eigenen Loks gleichzeitig verfolgen. Daher gibt es auch keinen Schnickschnack mit 3D und verrückten Rotationen oder Kamerafahrten. Das freie Bauen von Strecken war lange in der Diskussion, aber bei Rail Nation fahren auf einem Server mehrere Zehntausend Loks gleichzeitig, da würde irgendwann auch der stärkste Server zusammenbrechen. Besonders cool ist das Spielerlebnis natürlich auf einem Monitor mit hoher Auflösung und wenn man dann auf der Karte herauszoomt. Da wird einem erst richtig klar, wie viel in der Spielwelt gleichzeitig passiert, denn alle Züge fahren tatsächlich in Echtzeit und man kann das jederzeit für jeden Spieler überprüfen.

Lesen Sie im zweiten Teils des Rail Nation-Interviews, was es mit den Spielrunden auf sich hat und was die Spieler zukünftig erwarten dürfen.


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