Rail Nation: Interview mit Mastermind Gerald Köhler - Teil 2

Rail Nation Interview 3 groß. Quelle-Travian Games
18. September 2013

Lesen Sie hier nach dem ersten Teil des Rail Nation-Interviews, was Gerald Köhler, der Chef der Entwicklerfirma Bright Future, über die Besonderheiten des Eisenbahn-Browsergames zu erzählen hat.

BILDspielt (BS): Eine Besonderheit an Rail Nation ist sicherlich auch die Unterteilung in Spielrunden, die durch das Endgame abgeschlossen werden. Worin liegt der Vorteil dieses Ablaufs?
Gerald Köhler (GK): Zunächst hatten wir über eine längere Laufzeit einer Spielrunde nachgedacht, aber die drei Monate haben sich als genau die richtige Dauer herausgestellt. Der Vorteil ist, dass man nach drei Monaten intensivem Spielen und einem dramatischen Endspiel bereit für eine neue Herausforderung ist und gerne wieder eine neue und zunächst etwas ruhigere Runde in einer neuen Konstellation beginnt. So kann man Ideen, die man im Laufe der vorherigen Partie entwickelt hat, in der nächsten Runde von Anfang an ausprobieren – und sich so verbessern.

Rail Nation Interview 3 groß. Quelle-Travian Games

Wir wollten zudem von Anfang an die faszinierende Entwicklung der Eisenbahn vom Dampfross bis zum Hochgeschwindigkeitszug bestmöglich im Spiel darstellen. In den insgesamt sechs Epochen einer Spielrunde verändert sich das Spielgeschehen dazu alle zwei Wochen, neue Technologien tauchen auf und die modernsten Loks müssen angeschafft werden, wenn man konkurrenzfähig bleiben will. Das bietet immer wieder neue Chancen, um die Führenden in der Rangliste anzugreifen.

Was wir auch merken – unsere Spieler wollen aufbauen und als Stadtgemeinschaft nach vorne kommen – andere Spieler zu schädigen oder gar zu vernichten ist nicht gewünscht. Das wird von uns bei der Entwicklung auch sehr stark berücksichtigt.

BS:Schon nach kurzer Zeit hatten sich sehr viele Spieler in Rail Nation angemeldet. Überrascht Sie der Erfolg? Was macht das Spiel so unwiderstehlich?
GK: Sobald die erste Lok fährt, möchte man einfach sein Eisenbahn-Imperium wachsen sehen. Danach geht alles Schritt für Schritt, es gibt immer etwas zu tun und erste Erfolge stellen sich schnell ein. Nach einer Weile wird man dann Mitglied einer Gesellschaft, lernt die Mitspieler kennen und ist mittendrin. Aber das wichtigste ist die Verbundenheit mit der Heimatstadt. Für die meisten Spieler wird das früher oder später zu einem der zentralen Elemente – wie bringe ich die Stadt nach vorne und wie kann ich sie im Vergleich zu den anderen Städten schneller wachsen lassen.

Dabei können bei Rail Nation sehr unterschiedliche Spieler wunderbar miteinander spielen. Es ist weder ein extrem hartes Wettkampfspiel, noch ein Casual Game. Jeder kann das Spiel so spielen, wie er es für richtig hält. Es ist eher ein Gentlemen-Wettstreit, mit Zylinder und Zigarre, um geschickte Transport-Routen, Liefer-Wettbewerbe und schlaue Investitionen. 

Rail Nation Interview 4 groß. Quelle-Travian Games

BS: Die Konkurrenz steht mit SteamPower 1830 schon in den Startlöchern. Haben Sie das Gefühl, etwas in Gang gesetzt zu haben?
GK: Wir haben etwas Altes wieder entdeckt und mit etwas Neuem verbunden – die Faszination der Eisenbahn, jederzeit und kostenlos im Browser verfügbar. SteamPower 1830 ist ein ganz anderes Spiel als Rail Nation, Nachahmer werden aber sicher nicht ausbleiben. Eisenbahnspiele scheinen in der Vergangenheit vor allem als Brettspiele umgesetzt worden zu sein, da gibt es eine ganze Menge Auswahl.

BS: Vielen Dank für das Interview und noch viel Erfolg mit Rail Nation! Möchten Sie noch ein paar Worte an die BILDspielt-Leser richten?
GK: Es sind ja extrem viele Spieler bereits über bild.de zu uns gekommen, das ist toll. Darum haben wir auch unser erstes Gewinnspiel für BILDspielt-Leser gemacht und hoffen, dass noch viele von euch hinzukommen werden. Ansonsten steht ein richtig tolles Update zu Rail Nation jetzt bald in den Startlöchern. Nur so viel: Der neue Techtree wird eure Herzen höher schlagen lassen!


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