Studie über das Schummeln in Social Games

26. Januar 2018

Richtig überraschen tut es nicht: In einer Umfrage stellte Spiele-Hersteller Popcap, bekannt durch Spielen wie Bejeweled 2 oder Bookworm fest, dass Spieler, die sich bei Social Games mit Cheats und Schummeleien einen Vorteil verschaffen, auch im realen Leben häufiger zu unrechtmäßigen Mitteln greifen. Die neue Studie untersucht das Verhalten von Spielern die bei Games in Netzwerken betrügen.

Was im realen Leben das Abschreiben in der Schule über das Mitgehen lassen von Hotelhandtüchern bis zum Betrügen bei der Steuererklärung bedeutet, ist im Spiel das Cheaten. Die Wahrscheinlichkeit für Schummeln im täglichen Leben ist bei den Social Game-Cheatern um das 3,5-fache höher, als bei den ehrlichen Spielern.

 

1200 Spieler aus Großbritannien und den USA wurden für diese Studie befragt, wobei elf Prozent der britischen Spieler im Social Game betrügen, aber nur sieben Prozent der amerikanischen Spieler. Unter den Schummlern finden sich mehr Männer als Frauen, obwohl diese häufiger Social Games spielen.

Von den Spiele-Betrügern greifen 48 Prozent auch im realen Leben zu unredlichen Mitteln, während nur 14 Prozent der ehrlichen Spieler außerhalb der Spiele schummeln. Mia Consalvo von der Universität Concordia sieht den Zusammenhang darin, dass zunehmend Vorgänge digital und am Computer erledigt werden können. Dadurch sinkt die Hemmschwelle für Betrügereien.