Spieletest: New World Empires

New World Empires Screenshot 02
27. April 2017

Weltpolitik in der Rennaissance: Die großen Mächte Europa teilten die Welt unter sich auf und führten gegeneinander Kriege oder schlossen Bündnisse. Dieser Hintergrund dient New World Empires als Basis für ein komplexes und tiefgreifendes Browsergame. Wir haben es für Sie getestet.

Der Einstieg in New World Empires ist vielversprechend: Direkt als König von Frankreich geht es in eine kleine Spielwelt, in der jede europäische Nation von einem anderen Menschen gelenkt wird. Während einiger kleiner Tutorialaufgaben wird dabei zunächst das eigene Staatsgebiet gegen einen Usurpator verteidigt und wiedervereint – dann geht es los und die Bühne der großen Politik ist offen.

Gespielt wird New World Empires auf einer realistischen Weltkarte, die in Länder und Provinzen unterteilt ist. Jede Provinz kann einzeln ausgebaut werden und natürlich auch Truppen beherbergen. Gleichzeitig wird das Reich zentral von einer Hauptstadt aus verwaltet und verfügt über einen ebenso zentralisierten Ressourcenpool, von dem Neuanschaffungen wie Armeen, Technologien und Bauwerke bezahlt werden.

Anders als in weniger komplexen Spielen bringt New World Empires mehr Faktoren bei der Verwaltung des Reichs ins Spiel: Provinzen und Truppen haben Moralwerte, die über Sieg und Niederlage entscheiden können, Nahrung will produziert sein, Spione können Infrastruktur von anderen Ländern ausspionieren oder gar sabotieren – es gibt jede Menge zu tun, während sich die Truppen in Echtzeit über die Karte bewegen oder Gebäude errichtet werden.

Kämpfe in New World Empires finden in dem Moment statt, in dem Truppen ankommen. Eine eroberte Provinz gehört allerdings nicht direkt einem neuen Herrscher: Die Moral der Bevölkerung ist nach den Kämpfen niedrig und für einen Ausbau zu einer eigenen Provinz muss erst einmal ein Verwalter aus der Hauptstadt anrücken. Nach dem Tutorial geht es dann so richtig los und der eigentlich spannende Aspekt des Spiels kommt langsam dazu: die Kolonialisierung der Welt.

Schiffe beginnen, über den Ozean zu reisen, transportieren dabei Forschungsexpeditionen und Kolonialtruppen. Eine Runde New World Empires dauert nicht ewig: Alle paar Tage vergeht eine Ära und neue Technologien werden erhältlich. In dieser Phase der Kolonialisierung nicht im Rennen zu bleiben, kann enorme wirtschaftliche Nachteile bedeuten – ähnlich wie einst das Deutsche Reich könnte dann ein Platz an der Sonne fehlen, wenn die anderen Mächte den Planeten unter sich aufgeteilt haben. Technische Entwicklung, Ausbau des Reichs und die Erkundung der Neuen Welt wollen gut balanciert sein.

New World Empires ist wie gemacht für Strategie-Füchse, die sich so richtig tief in die Simulation eines ganzen Reichs in der Renaissance einfuchsen wollen. Sind Sie eher am Aufbau einzelner Städte interessiert, gibt es andere Spiele – hier brauchen Sie Verwaltungsgeschick, Strategie und auch eine gute Portion Diplomatie. Sollte es schiefgehen, können Sie in der nächsten Runde erneut Ihr Glück versuchen.