Woher kommt Sudoku?

Sudoku: Die kleinen Zahlenrätsel haben es in sich. - Quelle: © fotolia- Danel
30. März 2017

Wenn es ein Spiel gibt, das mit Fug und Recht als Trend zu bezeichnen ist, dann das Sudoku. In den letzten Jahren sind immer mehr knifflige Sudoku-Rätsel als kostenlose Flash- und Onlinespiele auf dem Markt erschienen. Auch Zeitschriften oder Rätselhefte folgen dem Boom und bieten regelmäßig Sudokus an.

Die Tradition des Spiels reicht bis in das 18. Jahrhundert zurück. Damals war es der Schweizer Mathematiker Leonhard Euler, der ein ähnliches mathematisches Rätselspiel erfand und unter dem Namen "carré latin" veröffentlichte. Der Erfolg war groß, wenngleich die einzelnen Blöcke - anders als beim Sudoku - noch nicht in Unterquadrate unterteilt waren.

In der Zeit zwischen 1892 und dem Beginn des Ersten Weltkriegs wurden diese Carrés in französischen Zeitungen publiziert. Doch die Spielidee erwies sich als noch nicht ausgereift genug, um sich flächendeckend durchzusetzen. So wurde es über lange Zeit ruhig um die Zahlenrätsel.

Sudoku: Die kleinen Zahlenrätsel haben es in sich. - Quelle: © fotolia- Danel

Sudoku: Die kleinen Zahlenrätsel haben es in sich.

1979 erwachte das Carré dann zu neuem Leben und wurde vom 74-jährigen Spieleerfinder Howard Garns in die heutige Form gegossen. Die Unterteilung in kleine Unterquadrate, die das Spiel so attraktiv macht, war geboren. Der Name für das Denkspiel kommt jedoch gar nicht aus den USA: Es dauerte weitere sieben Jahren bis 1986 die japanische Zeitschrift "Nikoli" die Zahlenrätsel als Sudoku bezeichnete und den Namen schließlich auch registrieren ließ.

Als der Neuseeländer Wayne Gould ein Computerprogramm erfand, das die Sudoku-Rätsel eigenständig erzeugen konnte, trat er die Publikations-Lawine über den Zeitungen der westlichen Welt los. Die britische Tageszeitung "The Times" machte den Anfang mit einer Sudoku-Reihe und seit 2005 veröffentlichen auch viele deutsche Publikationen regelmäßig Sudokus.

Der besondere Reiz besteht darin, dass es mehr als 6,7 Trilliaden von Möglichkeiten gibt, wie ein Sudoku aussehen kann. Entsprechend sind dem Knobelspaß keinerlei Grenzen gesetzt und unabhängig davon, ob ein Sudoku in einer Zeitschrift, einem Rätselheft oder vor dem PC-Bildschirm gelöst wird: Der Spielspaß und die Herausforderung sind ausgesprochen hoch bei diesem reizvollen Zahelnrätsel - und so auch der Suchtfaktor.